Hochwasser- und Starkregenrisikomanagement

Was ist Hochwasserrisikomanagement? 

Hochwasserrisikomanagement umfasst alle Maßnahmen, mit denen sich eine Stadt auf mögliche Hochwasser vorbereitet, um Schäden für Menschen, Gebäude, Infrastruktur und die Umwelt zu vermeiden oder zu verringern.

Da Hochwasserereignisse – zum Beispiel durch starke Regenfälle oder übertretende Flüsse – nicht vollständig verhindert werden können, ist es umso wichtiger, rechtzeitig vorzusorgen. Dazu gehören unter anderem:

  • Vorsorgemaßnahmen, wie der Schutz gefährdeter Gebiete durch Bebauungsregeln
  • technischer Hochwasserschutz, z. B. Deiche oder Rückhaltebecken
  • Frühwarnsysteme und klare Notfallpläne
  • Aufklärung und Einbindung der Bevölkerung.

Ziel des Hochwasserrisikomanagements ist es, das Risiko für alle Beteiligten so gering wie möglich zu halten – durch vorausschauendes Handeln und gemeinsame Verantwortung. 

Was können Sie als Bürgerin oder Bürger tun?

  • Informieren Sie sich,
    ob Ihr Wohnort in einem hochwassergefährdeten Gebiet liegt (z. B. über Gefahrenkarten oder beim Umweltamt).
  • Sichern Sie Ihr Eigentum,
    z. B. durch Rückstausicherungen oder mobile Schutzsysteme.
  • Halten Sie sich an Warnhinweise und Anweisungen
    von Behörden im Ernstfall.
  • Erstellen Sie einen persönlichen Notfallplan
    (z. B. mit Notfallnummern, Dokumentensicherung, Medikamentenliste).
  • Beteiligen Sie sich an Informationsveranstaltungen
    oder Hochwasserübungen Ihrer Stadt.

Jede und jeder kann einen Beitrag dazu leisten, die Auswirkungen von Hochwasser zu verringern – für mehr Sicherheit und gemeinschaftliche Vorsorge.

Starkregenrisikomanagement

Starkregen verursacht vor allem in den Sommermonaten in Verbindung mit heftigen Gewittern oft große Schäden. Im Gegensatz zu Hochwasser an großen Flüssen ist der genaue Ort und Zeitpunkt kaum vorherzusagen und kann für die Betroffenen sehr überraschend auftreten. Altensteig hat das zuletzt Ende Juni 2021 zu spüren bekommen als ein Starkregen weite Teile der Stadt unter Wasser setzte. Die Wassermassen waren dabei so stark, dass an der Sternenbrücke ein Stück der Nagoldmauer in den Fluss gedrückt wurde.

Die Stadt hatte diese Gefahr bereits zuvor erkannt und ein Starkregenrisikomanagement auf den Weg gebracht. Die Starkregengefahrenkarte zeigt die, durch ein Computermodell prognostizierten, Fließwege und Überflutungen durch wild abfließendes Wasser eines Starkregens. Dadurch können Vorkehrungen getroffen werden, um besser auf solche Ereignisse vorbereitet zu sein.

Starkregengefahrenkarten

Maßnahmen zur Vorsorge

Schon bei starken Regenschauern sollten Sie ein paar einfache Regeln beachten:

  • Halten Sie Türen und Fenster geschlossen, damit keine Regenböen Wasser in den Wohnbereich drücken können, bedenken Sie evtl. vorhandene Dachluken.
  • Achten Sie darauf, dass in Ihrer Wohnung kein Durchzug entstehen kann, der bei plötzlich zuschlagenden Türen oder Fenstern zu Bruch führt.
  • Bedenken Sie, dass starker Wind das Regenwasser schräg durch Öffnungen eindringen lassen kann und hierdurch eventuell elektrische Geräte oder Anschlüsse gefährdet werden könnten.
  • Bei sehr starken Niederschlägen könnte Wasser in die tiefer gelegenen Räume (Keller) eindringen, ggf. sollten Sie elektrische Geräte im Kellerbereich vom Netz nehmen und durch Wasser gefährdete Materialien erhöht lagern, bei Freisetzung gefährlicher Substanzen, wie z.B. Heizöl, verständigen Sie die Feuerwehr.

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