Veranstaltung

Weihnachtsausstellung im Museum im Alten Schloss "Trachten"

Sa, 27. November 2010 bis So, 9. Januar 2011
Das Datum dieser Veranstaltung liegt in der Vergangenheit
^
Beschreibung
Öffnungszeiten Museum im Alten Schloss:
Samstag, 27.11.10 von 14.00 – 18.00 Uhr
Mittwoch und Samstag 14.00 – 17.00 Uhr
Sonn- und Feiertage 11.00 – 17.00 Uhr

Geschlossen bleibt das Museum
am 24., 25. und 31. Dezember 2010 sowie am 01. Januar 2011

Schlosscafé

Unser gemütliches Schlosscafé lädt zu Kaffee und Kuchen ein!

Öffnungszeiten "Altensteigerle" im Alten Rathaus:
Die Interessengemeinschaft "Altensteigerle" hat ihre 70 Gleismeter messende Modulanlage mit 70 originalgetreuen Gebäuden im Alten Rathaus aufgebaut.
Die Öffnungszeiten entsprechen denen des Schlosses - ein Kombiticket ist erhältlich. Ausstellungsbeginn: 12. Dezember.

Weihnachtsausstellung 2

Das Wort „Tracht“ leitet sich von althochdeutsch „drahta“, „tragen“ ab. Es bezeichnet die Art und Weise, wie Menschen zu allen Zeiten ihr Erscheinungsbild formten durch Kleidung und ihre Farben und Stoffe oder durch die Bart- und Haartracht. Auch die Gestaltung des Körpers wie Tätowierungen und Stammesnarben können diesem Phänomen zugerechnet werden.
Als Tracht im eng-eren Sinne bezeichnet man die Kleidung einer regional, epochal oder konfes¬sionell definierten Bevölkerungsgruppe. In Mitteleuropa war die ländliche Tracht jahrhunderte lang nach Landschaften, oft bis in die Dörfer hinab, verschieden. Das Kleidungsverhalten stand in engem Zusammenhang mit dem Brauchtum und dem kirchlichen, konfessionell gebundenen Leben. Sie war Ausdruck der gemeinsamen, für alle verbindlichen Lebensordnung.
War die Tracht in katholischen Gebieten oft üppig und farbenfroh, so konnte sich in den evangelischen Trachten die ge¬gensätzliche, reformatorisch geprägte Haltung widerspiegeln. Die Tracht wechselte in den ihr vorgeschriebenen Grenzen nach Anlass (Abendmahl, sonntäglicher Kirchgang, Kommunion, Konfirmation, Hochzeit etc.) und Trauerstufen (Voll-, Halb-, Vierteltrauer, Freudenzeit).

Goller zur Festtagskleidung Hinterlehengericht  Strohschuhe aus dem Schwarzwald, auch Finken, Finggen oder Schlabben, (lat. Ficones = Mönchschuhe)

Aber darüber hinaus diente die Tracht auch zur Präsentation von Besitz und Wohlstand. Je mehr Stoff in der Tracht Verwendung fand, je mehr Knöpfe auf den Westen sa¬ßen, desto reicher waren die Trägerin oder der Träger. In manchen Regionen wurden daher die Westenknöpfe so eng nebeneinander gesetzt, dass sie kaum Platz hatten, und die Röcke wurden so tief in Falten gelegt oder waren so zahlreich, dass sie eine beinahe unzumutbare Schwere erreichten. Auch den Personen-stand konnte man ablesen, bei Frauen etwa an der Art, wie die Schleife der Schürze gebunden wurde: Links – ungebunden und ledig, rechts – gebundenverheiratet, mittig – Zeichen der Jungfräulichkeit, hinten gebunden – verwitwet. In Deutschland fand die Volkstracht bis ins 20. Jahrhundert hinein eine weite Verbreitung und grenzte sich von der bürgerlichen Kleidung ab. In heutiger Zeit wird die traditionelle Volkstracht meist zu Volksfesten oder zu Trachtenveranstaltungen getragen.
Einige unserer Exponate werden auch in unseren Tagen noch immer einen Wiedererkennungswert haben. Hier drei Beispiele:
Der Bollenhut ist ein breitkrempiger, weißgekalkter Strohhut mit 14 kreuzförmig angeordneten Bollen aus Wolle. Seit etwa 1750 gehört er zur (evangelischen Kirchen-) Tracht der Frauen aus den drei benachbarten Schwarzwalddörfern Gutach, Kirnbach und Reichenbach. Unverheiratete Frauen und Mädchen trugen ab der Konfirmation rote Bollenhüte, verheiratete Frauen schwarze. Die Schwalm (Hessen) gilt als eine der Geburtsstätten der beliebtesten Märchenerzählungen. Die Brüder Grimm schrieben hier u. a. das Märchen „Rotkäppchen“ nieder. Noch heute erinnert die berühmte „Schwälmer Rotkäppchentracht“ an die Geschichte, die gerne in der Schwalm angesiedelt wird. Gewiss hat sie die Brüder Grimm inspiriert.
Echte Strohschuhe aus dem Schwarzwald, auch Finken (lat. Ficones = Mönchschuhe) sind nur noch selten zu finden. Sie stammen aus der Anfangsbesiedelung des Schwarzwaldes und wurden von den Bäuerinnen bei der täglichen Arbeit getragen. Für einen Erwachsenenschuh müssen ca. 9 Meter handgezopfter Strohzopf vernäht werden.
Die Ausstellung im Alten Schloss versetzt den Betrachter schon beim Betreten des Gebäudes in eine besondere Stimmung. Auf vier Stockwerken werden dem Besucher Trachten aus zwei Jahrhunderten und aus unterschiedlichen Regionen in all ihrer Schönheit und Vielfalt präsentiert.

Weihnachtsausstellung 3

Flyer zur Weihnachtsausstellung zum Download (pdf)

Begleitprogramm
 
Samstag, 27.11.2010 * 14 Uhr
Frau Friedlinde Heinzmann erklärt den Gutacher Aussteuerwagen der Braut und führt uns an Hand einer Vielzahl von Perlen vor, wie ein Schäp-pel entsteht.

Sonntag, 28.11.2010 * 11 Uhr
Wie entstehen Schwarzwälder Strohschuhe? Vielfach werden sie auch Fin¬ken oder Schlabben genant. Frau Ingrid Herbstreuter wird die alte Handwerkskunst vorführen und erklären.

Mittwoch, 01.12.2010 * 14 – 16 Uhr
Kindernachmittag im Schloss – (Trachten)-Hüte herstellen mit Jugendhausleiterin Doris Wiedmann, Teilnehmergebühr inklusive Materialkosten 5,– €

Sonntag, 05.12.2010 * 11 Uhr
Jeder Schäppel ist ein Unikat. Frau Rosa Ringwald zeigt uns, wie ein Ori¬ginal Schwarzwälder Schäppel (kronenartiger Kopfschmuck) entsteht.

Mittwoch, 08.12.2010 * 14 – 16 Uhr
Kindernachmittag im Schloss – Herstellung von (Trachten)-Perlen¬schmuck mit Jugendhausleiterin Doris Wiedmann, Teilnehmergebühr inklusive Materialkosten 5,– €

Mittwoch, 15.12.2010 + 14 – 16 Uhr
Kindernachmittag im Schloss – Wir basteln Sterne und anderes aus Stroh mit Jugendhausleiterin Doris Wiedmann, Teilnehmergebühr inklusive Materialkosten 2,– €

Mittwoch, 22.12.2010 + 14 – 16 Uhr
Kindernachmittag im Schloss – Filzen mit Jugendhausleiterin Doris Wied¬mann, Teilnehmergebühr inklusive Materialkosten 2,– €
Bei den Kinderangeboten ist eine Anmeldung erforderlich,
Tel.-Nr. 07453-9461-0 (Stadtverwaltung)

Neu! Zinnfiguren-Ausstellung im Neuen Schloss!

Neu! Ab 12.12.2010 fährt das „Altensteigerle“ auf der Modellbahn im
Alten Rathaus!
^
Veranstaltungsort
Museum im Alten Schloss
Kirchstraße 11
72213 Altensteig
Stadtteil: Altensteig
^
Treffpunkt
Museum
im Alten Schloss
Kirchstraße 11
72213 Altensteig

Telefon:
07453 1360 (9 – 13 Uhr)
oder 07453 9461-0
(Stadtverwaltung)

E-Mail und Internet :
museum@altensteig.de
www.altensteig.de
^
Kosten
Eintritt Museum im Alten Schloss:
Erwachsene 3,– €
Kinder und Schüler FREI

Eintritt "Altensteigerle":
Erwachsene 3,- €

KOMBITICKET Museum und Altensteigerle: 5 €

^
Hinweise
Historisches Gebäude – nicht Rollstuhl geeignet

^
Veranstalter
Heimat- und Geschichtsverein
^
Termin in Kalender übernehmen
^
Termin ausdrucken

Stadtverwaltung Altensteig