Zwischen Schwarzwald und Gäu

Viel Unterschiedliches bietet diese Wanderung an der Nahtstelle zwischen Schwarzwald und Gäu: Hohe Tannenwälder, Schwarzwaldbäche, deren Wasser zwischen bemoosten Steinen plätschert, die heimelige Landschaft der Ausläufer des Heckengäus mit einer schönen Wacholderheide und herrliche Aussicht. Und das bezaubernde Altensteig, ein Städtchen zum Verlieben. Steil zwar und mühselig zum Besichtigen, aber äußerst lohnend! Alte Fachwerkhäuser, hoch gestaffelt bis zum krönenden Schloss mit Heimatmuseum, können wir erkunden. In der Art eines Stadtlehrpfades sind an den Gebäuden Tafeln angebracht. Was die Ansicht der Stadt mit den wie geschichtet wirkenden Fachwerkhäusern und dem Schlösschen von unten verspricht, hält das Innere der alten Gassen. Auch wenn das Museum im Schloss geschlossen sein sollte, sollte man um es herumgehen. Es sind auch außen einige Exponate zu sehen.

Wir beginnen in Altensteig und verlassen den Ort auf der nach Egenhausen führenden Straße. Kurz nach den letzten Häusern gehen wir mit der blaugelben Raute nach links. Eine Zeit lang spazieren wir über der B 28. Wo wir links unten einen Discounter sehen, biegen wir in den rechts abgehenden Pfad ein. Er bringt uns zu einem Waldweg, dem wir nach rechts folgen. Ein Stück wandern wir neben dem Bömbach her, bis wir uns an der Verzweigung nach einer Brücke (dahinter eine Wendefläche) links halten. Der Forstweg geht bald in einen Pfad über, der im Zickzack aufwärts und schließlich aus dem Wald herausführt. Etwas nach rechts versetzt, steigen wir auf dem Asphaltweg zwischen Wiesen und Ackerflächen hoch zum nächsten Wäldchen. Nach der ersten Hecke orientieren wir uns rechts. Vom Weg aus haben wir herrlich weite Blicke zu den dunklen Höhen des Schwarzwaldes, links ist eine schöne Wacholderheide. Bald treffen wir auf den Gäurandweg. Wir ignorieren den ersten Abzweig nach links, gehen aber mit dem zweiten hoch zum Gipfel des Egenhauser Kapfs. Hier im Naturschutzgebiet finden wir Halbtrockenrasen und Wacholderheiden, außerdem natürlich die typischen Hecken des nicht umsonst so genannten Heckengäus. Und, zur entsprechenden Jahreszeit, Orchideen.

An dem asphaltierten Sträßchen orientieren wir uns rechts zum Sendemast, kurz dahinter weist das Zeichen nach rechts auf einen Wiesenpfad, der uns am Trauf entlang zu einem Rastplatz mit Sitzgelegenheiten und Feuerstelle führt, ebenfalls mit herrlicher Sicht über Egenhausen zum Schwarzwald. Dahinter erreichen wir wieder das Sträßchen, kurz darauf die Landstraße. Sie bringt uns zu den ersten Häusern von Egenhausen. Nach der Straßenkreuzung und dem alten, gusseisernen Brunnen rechts weist uns das Zeichen nach rechts in Richtung Pfalzgrafenweiler.

Kurz darauf gehen wir links ab zur Landstraße - wer diesen Abzweig verpasst und die Landstraße etwas weiter unten erreicht, geht auf ihr wieder etwas zurück. Auf der anderen Straßenseite führt ein breiter Feldweg weiter. Er bringt uns, wie angeschrieben, zu der "Waldecke", dann in den Wald und einige Minuten nach dem Altenheim zur Landstraße.

Danach geht es geradeaus weiter (rechts im Wald hinter dem Parkplatz sehen wir nochmals einen Rastplatz mit Feuerstelle). Nach dem Bömbachsee zieht der Weg nach rechts, an der Hütte - mit Wassertretstelle - biegen wir nach rechts ab und erreichen in wenigen Minuten die B 28, wo wir uns rechts halten. Hinter dem Sportplatz folgen wir dem nach links weisenden Schild zur Zinsbachmühle. Der Forstweg zieht nach links und fällt ab ins Tal. Aber noch vor dem Talboden quert der mit schwarzroter Raute markierte Ostweg. In ihn biegen wir nach rechts ein. Immer dem Zeichen folgend und mit leichtem Auf und Ab spazieren wir nun im Zinsbachtal zurück nach Altensteig.

Entfernung von Stuttgart: etwa 65 Kilometer.

Einkehrmöglichkeiten:

Altensteig, Egenhauser Kapf (wenn geöffnet). Anfahrt: über Calw oder Herrenberg nach Nagold, dann weiter auf der B 28.

Start: Altensteig; Rathausplatz
Strecke: ca. 16 km
Dauer: ca. 4 Stunden
Höhenunterschied: etwa 200 Meter