Ausstellungen im Rathaus

Das neue Altensteiger Rathaus ist ein lichter und transparenter, durch klare Linien und rechte Winkel geprägter Raum. Mit seinen hellen Fluren eignet sich das Altensteiger Rathaus nicht nur dafür, eine aufgeräumte Verwaltung zu beherbergen. Seine hohen Räume und weißen Wände bieten auch der Kunst einen hervorragenden Raum.
 
Vier Ausstellungen werden im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss im Lauf eines Jahres eröffnet. Künstler aus der Region, Maler wie Fotografen, präsentieren hier ihre Arbeiten. Die stilistische Vielfalt dabei ist groß. Realistische Portraits der bekannten Altensteiger Stadtsilhouette und Naturfotografie, phantastische Fotomontagen und abstrakte Farbflächen, alles findet hier seinen Platz. Das wiederum hängt damit zusammen, dass sich das Gebäude soweit zurücknimmt und den Bildern wie auch den Gedanken der Betrachter genügend Raum lässt.
 
Und natürlich ereignen sich dabei auch Kontrapunkte zu den Erwartungen der Rathausbesucher. Nicht immer, aber immer wieder mal, reißt die Kunst einen Passanten aus seinem Plan und führt ihn – wenn auch nur für einen Moment – in eine andere Welt. In eine Welt, in der beispielsweise Naturgesetze außer Kraft oder die zwanghafte Rationalität und Effektivität vergessen sind. Und diese Momente sind der große Schatz, den uns die Kunst erschließt. Für einen Moment die Welt mit anderen Augen sehen. Ein Moment der freien Gedanken.

AKtuell
Ausstellungen 2022:

„MAN WIRD JA WOHL NOCH SAGEN DÜRFEN“

Ausstellung Im Foyer des Rathauses Altensteig vom 18.März bis 6. Mai 2022

„Worte  können wie winzige Arsendosen sein. Sie werden unbemerkt verschluckt: sie scheinen keine Wirkung zu tun – und nach einiger Zeit ist die Giftwirkung doch da“ Victor Klemperer (1881-1960).

Die Ausstellung beschäftigt sich mit der fortwährenden Verwendung bestimmter Sprachbilder und Begriffe unter anderem in den Medien und im politischen Diskurs und bei Benutzern zu einer Gewöhnung führen. Dies gilt gerade auch in der Konfrontation mit einer problematischen oder gar menschenverachtenden Sprache. Eine solche Gewöhnung vergiftet schleichend und zunächst unbemerkt das gesellschaftliche Klima, was letztlich die Grenzen des Sagbaren verschiebt.

Die Ausstellung präsentiert acht Schlüsselbegriffe zum Thema, zeigt ihre Verwendung in Geschichte und Gegenwart und stellt Interventionen vor. Jeder Begriff wird auf einer Ausstellungstafel auf drei Ebenen dargestellt. Es gibt Beispiele für seine Verwendung in Geschichte und Gegenwart wie zum Beispiel der Begriff “Lügenpresse“. Die Interventionsbeispiele - die ein wichtiger Aspekt der Ausstellung sind – stellen Gegenstimmen und Gegenpositionen dar, die nicht als Musterlösungen zu verstehen sind, sondern in ihrer Vielfalt und Kreativität zur eigenen Positionierung anregen sollen.

Die Wanderausstellung zum Umgang mit demokratiefeindlicher und menschenfeindlicher Sprache wurde vom Dokumentationszentrum Oberer Kuhberg Ulm e.V. – KZ Gedenkstätte herausgegeben.

Eine Veranstaltung des Internationalen Arbeitskreises INKA mit Unterstützung der Stadt Altensteig.

INKA Ausstellung

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